12.03.2026

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Folge 17-24 vom 26. April 2024 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 17-24 vom 26. April 2024

Meldungen

Arbeitsfähige arbeiten nicht 

Nürnberg – In Deutschland lebten vergangenen Juni 3,9 Millionen Menschen ohne Arbeit, die als „erwerbsfähige Leistungsberechtigte“ Bürgergeld bezogen. 1,5 Millionen davon erhielten die Grundsicherung bereits seit mehr als fünf Jahren. Davon waren 39 Prozent Nichtdeutsche, obwohl deren Anteil an der Gesamtbevölkerung nur 15 Prozent betrug. Dies ergab eine Sonderauswertung der Bundesagentur für Arbeit im Auftrag des arbeits- und sozialpolitischen Sprechers der AfD-Bundestagsfraktion, René Springer. Rund 270.000 der nichtdeutschen Dauerarbeitslosen stammten aus Afghanistan, Eritrea, dem Irak, dem Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien. 763.000 Menschen bekamen sogar seit mehr als zehn Jahren Bürgergeld oder Hartz IV. Und 441.000 Personen kassierten seit über 15 Jahren Stütze. Den höchsten Anteil an Langzeitarbeitslosen aller Art meldete die Bundeshauptstadt Berlin.W.K.





Neue Masche bei Einbruch

Berlin – Die Polizei registriert in der deutschen Hauptstadt seit Dezember verstärkt Wohnungseinbrüche, bei denen sich Diebe durch Verätzen der Türschlösser lautlos Zugang verschaffen. Die Einbrecher verwenden dazu hochgiftige Salpetersäure. Im Vorfeld der Einbrüche erkunden die Diebe mit künstlichen Spinnenfäden an den Türen, ob die Wohnungsbewohner über längere Zeit abwesend sind. Das Berliner Landeskriminalamt empfiehlt, auf auffällige Verfärbungen an Wohnungs- oder Haustüren insbesondere im Türschlossbereich zu achten. Zudem warnt die Polizei dringend davor, verätzte Türschlösser zu berühren. Selbst Handschuhe schützen nicht ausreichend vor der stark ätzenden und atemwegsreizenden Säure. Auch sollte die Reinigung nur durch Fachfirmen durchgeführt werden. Erste Fälle der lautlosen Einbruchsmethode mit Salpetersäure hatte 2023 das Landeskriminalamt Niedersachsen festgestellt.H.M.





Kupferklau bei Windrädern

Dardesheim – Unbekannte Täter haben im Windpark Druiberg unweit der Ortschaft Dardesheim in Sachsen-Anhalt Kupferkabel im Wert von 160.000 Euro gestohlen. Ähnliche Vorkommnisse gab es vorher bereits in einem Windpark in Schleswig-Holstein und mehreren Photovoltaikanlagen in Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz. Dort lagen die Schadenssummen ähnlich hoch. Da der Verkauf des Diebesgutes an Metallhändler oder Recyclingbetriebe in der Europäischen Union nahezu unmöglich ist, stecken hinter den Taten höchstwahrscheinlich Kriminelle, die den Rohstoff containerweise nach Übersee verschiffen. Da eine Windturbine pro Megawatt Nennleistung fünf bis neun Tonnen Kupfer enthält, sind weitere derartige Diebstähle zu befürchten. Bislang wurde das Problem von den Sicherheitsbehörden in keiner Weise thematisiert.W.K.


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