Lega wieder Lega Nord?
Rom – Umberto Bossi, Gründer der Lega Nord, hat sich für einen Führungswechsel bei der Lega ausgesprochen. Kurz vor dem 40. Gründungsjubiläum der Partei erklärte der 82-Jährige in einem Interview: „Die Lega braucht einen neuen Leader – einen, der wieder die Interessen Norditaliens ins Zentrum stellt.“ Der frühere Lega-Justizminister Roberto Castelli warf dem aktuellen Lega-Vorsitzenden Matteo Salvini sogar vor, den Traum der Lega-Anhänger von einer Autonomie des Nordens verraten zu haben. Der frühere Minister sagte, Salvinis Zeit sei abgelaufen. Bereits im März hatten ehemalige Lega-Parlamentarier und frühere Amtsträger Salvini in einem offenen Brief zu einem Kurswechsel aufgefordert. Salvini hatte im Jahr 2013 die Führung der Lega Nord übernommen. In seiner Amtszeit gründete die Partei in der gesamten Republik Sektionen und strich das „Nord“ aus dem Namen. In aktuellen Umfragen liegt die Lega nur noch bei sieben Prozent.H.M.
Saudi-Projekt schrumpft
Riad – Das derzeit ehrgeizigste und teuerste Siedlungsprojekt der Welt, der Bau der futuristischen Stadt The Line in Saudi-Arabien, ist ins Stocken geraten. Als Kernstück des Vorhabens gilt ein 500 Meter hoher Wolkenkratzer, der sich vom Roten Meer 170 Kilometer schnurgerade in die Wüste erstrecken und neun Millionen Menschen beherbergen soll. Als Zwischenziel war vorgesehen, bis 2030 Wohnraum für 1,5 Millionen Personen zu schaffen. Wie das Informationsdienstleistungsunternehmen Bloomberg nun gemeldet hat, verlaufen die Arbeiten aber viel zu langsam, und eine Baufirma hat bereits zahlreiche Beschäftigte abgezogen oder entlassen. Damit dürften 2030 lediglich 2,4 Kilometer von The Line mit Wohnungen für 300.000 Menschen bezugsfertig sein. Als Grund hierfür nennt Bloomberg finanzielle Probleme des saudischen Staatsfonds, der das Projekt finanziert.W.K.
Preisexplosion wegen „Grün“
Sacramento – Wie das Energieportal Master Resource meldet, sind die Strompreise im US-Bundesstaat Kalifornien infolge des immer größeren Anteils von Windkraft- und Solaranlagen explodiert. Im Jahre 2011 kostete die Kilowattstunde für Privathaushalte noch 13 US-Cent, während diesen Januar bereits 29,5 Cent fällig waren. Das ist der höchste Strompreisanstieg in den Vereinigten Staaten, in denen die Stromkosten Anfang dieses Jahres ansonsten bei durchschnittlich 15,4 Cent lagen. Kalifornien betreibt eine ähnliche Energiepolitik wie die Bundesrepublik und will ab 2045 nur noch Erneuerbare Energien für die Stromerzeugung nutzen. In diesem Zusammenhang kam es zur Stilllegung von elf Kohlekraftwerken, und das letzte Kernkraftwerk steht kurz vor der Abschaltung. Viele Abgeordnete des kalifornischen Parlaments sehen nun die Schmerzgrenze überschritten und verlangen „eine vernünftige Gestaltung der Strompreise“.W.K.

