Zum 1. Dezember 1946 schrieb die Sowjetische Militäradministration in Deutschland (SMAD) einen Wettbewerb für ein sowjetisches Ehrenmal aus, das analog zu dem bereits bestehenden im Tiergarten sowohl Siegesmonument als auch letzte Ruhestätte für im Kampf um Berlin gefallene Rotarmisten sein sollte. Im Ausschreibungstext hieß es: „Bei der Ausarbeitung des Projekts ist von der Aufgabe auszugehen, eine dauerhafte monumentale historische Gedenkanlage zu schaffen, die die Idee der Unsterblichkeit, des lichten Gedenkens an die gefallenen sowjetischen Soldaten und die Größe der internationalen Befreiungsmission der Sowjetarmee widerspiegelt, in deren Namen die Soldaten ihr Leben hingegeben haben.“ 52 zumeist sowjetische, aber auch deutsche Künstler beteiligten sich mit 33 Beiträgen an dem Wettbewerb.
Währenddessen fiel im Winter 1946/47 die Entscheidung für gleich zwei Standorte: eine Sport- und Spielwiese in Form eines Hippodroms im Treptower Park und der Volkspark Schönholzer Heide. Passend zu den zwei Standorten vergab die Wettbewerbsjury unter dem Vorsitz des Obersten Chefs der SMAD, Marschall Wassili Sokolowski, gleich zwei erste Preise. Für den Treptower Park wurde der Entwurf eines sowjetischen Schöpferkollektivs mit dem Architekten Jakow B. Belopolski, dem Bildhauer Jewgeni Wutschetitsch, dem Maler Alexander A. Gorpenko und der Ingenieurin Sarra S. Walerius an der Spitze ausgewählt.
Im Juni 1947 begannen die Arbeiten. Dem Prestigeprojekt wurde Priorität eingeräumt. Insgesamt 1200 Arbeiter waren daran beteiligt. Zur Steigerung der Motivation kamen auch sie in den Genuss des sogenannten Kotikow-Essens, einem vom damaligen Kommandanten des Sowjetischen Sektors von Berlin, General Alexander Kotikow, initiierten warmen Mittagessen für Arbeiter und Angestellte der wichtigsten Industriezweige, der Kommunalwirtschaft und des Verkehrswesens.
Kotikow war es denn auch, dessen jüngste Tochter Swetlana als Modell für das Kind diente, das neben dem Sowjetsoldaten, der es auf dem Arm hält, das Motiv der zwölf Meter hohen und 70 Tonnen schweren zentralen Bronzestatue des Ehrenmals darstellt. Und Kotikow selbst gehörte vor 75 Jahren neben dem Co-Vorsitzenden der SED Otto Grotewohl zu den prominenten Teilnehmern der feierlichen Einweihung des Ehrenmals. Für diese wurde ein symbolisches Datum gewählt, der vierte Jahrestag der Kapitulation der Wehrmacht.

