11.03.2026

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Folge 17-24 vom 26. April 2024 / Fundsache / Ein Gemälde von Annette

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 17-24 vom 26. April 2024

Fundsache
Ein Gemälde von Annette

Am Ostermontag, dem 1. April dieses Jahres, hat eine Familie auf einem Internetverkaufsportal per Zufall ein besonders schönes Gemälde entdeckt. Es wurde als „Pferde-Bild von Prof. J. Sühlbrandt“ angeboten. Zu dem dargestellten Pferd fanden sich keine weiteren Angaben. Einerseits war es im meisterlichen Stil so virtuos gemalt, dass es den Betrachtern aufgrund der künstlerischen Leistung ins Auge stach – die Schönheit der Edelblut-Stute nicht zu vergessen. Andererseits hatte sich ausgerechnet dieses Bild der Familie dann unterbewusst im Hinterkopf verankert.

Als langjährige Reiterin vor allem mit den Trakehner Pferden sowie deren allgemeiner und Zuchtgeschichte vertraut, kannte die Betrachterin das Bild aus dem Buch von Erhard Schulte: „Trakehner Zuchtstätten in ihren Blütejahren“ aus dem Asmussen Verlag. Es fiel ihr wie aus heiterem Himmel wieder ein: Degimmen, Zucht Otto Heyser, Stute Annette. Das Bild hatte sie vor allem deshalb in Erinnerung, da ihr erstes Pferd ebenfalls eine Trakehner Stute mit dem Namen Anette (mit nur einem „n“) war.

Mit Zuchtgeschichte vertraut

Nun kam noch folgender Aspekt hinzu: Nach der Flucht im Herbst 1944 hatte die Familie der Mutterstute Ann nach dem Zwischenschritt Hamburg-Flottbek ein Domizil bei Pinneberg bezogen. Mit dem Ort hatte die Reiterin beruflich viel zu tun, und jahrelang hatte sie dort auch gelebt. Da der Inhaber einer Baumschule aus dem Pinneberger Baumschulgebiet – www.pflanzmich.de – aus einem angrenzendem Dorf zu Halstenbek, mit dem sie zusammenarbeitete, auch ein Interesse am künstlerischen und pferdesportlichen Bereich vorweist und hier einiges Sponsoring betreibt, sprach sie ihn auf die Fundsache an.

Er war spontan begeistert, vor allem davon, dass Pinneberger Geschichte lebendig wird auf so einzigartige Weise.  Damit die Öffentlichkeit und vor allem die Trakehner-Gemeinschaft die Heimkehr der Pferdeprinzessin würdig erleben können, hat er sich zu einer Schenkung des Gemäldes an den Trakehner-Förderverein entschlossen.

Von dort heißt es, gerade für dieses Jahr werde eine Schau der gesammelten Werke geplant und auch ein Buch dazu. Man kooperiere auch mit dem Ostpreußischen Landesmuseum in Lüneburg.

Ansprechpartner in der Sache ist Martin Mehrtens. Der Schenkungsvertrag ist in Arbeit.PAZ