17.04.2026

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Folge 19-24 vom 10. Mai 2024 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 19-24 vom 10. Mai 2024

Meldungen

Staatshilfe für Kernreaktoren

Brüssel – Die EU-Kommission hat am 26. April Frankreich die Genehmigung erteilt, mit staatlichen Geldern die Erforschung und Entwicklung kleiner modularer Kernreaktoren zu unterstützen. Nach Angaben der Kommission ist die Höhe der staatlichen Förderung mit 300 Millionen Euro angemessen. Die Behörde erklärte, dass Vorkehrungen getroffen würden, um den Wettbewerb nicht übermäßig zu verfälschen. Empfänger der Staatshilfe ist das Unternehmen Nuward, eine Tochtergesellschaft des französischen Staatskonzerns Electricité de France. Nuward entwickelt kleine modulare Druckwasserreaktoren mit einer Leistung von maximal 300 Megawatt. Bereits vergangenes Jahr hatte Electricité de France mit dem polnischen Unternehmen Respect Energy eine Vereinbarung zur Entwicklung von Kernkraftwerksprojekten in Polen unterzeichnet. Bei diesen gemeinsamen Projekten soll die Reaktortechnik von Nuward zum Einsatz kommen. H.M.





Solarwatt legt Werk still

Dresden – Der Hersteller Solarwatt wird im August seine Modulfertigung in Deutschland einstellen und die Produktion nach China verlagern. Nach Angaben des Geschäftsführers Detlef Neuhaus wird das Werk in Dresden nicht geschlossen, sondern erst einmal stillgelegt. Von dem Produktionsstopp in Dresden sind nach Angaben des Betriebsrates rund 190 Beschäftigte betroffen. Laut dem Solarwatt-Geschäftsführer Neuhaus ist es momentan für das Unternehmen nicht mehr möglich, kostenneutral zu produzieren. Zudem wies er auf eine starke Verzerrung des Wettbewerbs hin, die nicht eingedämmt werden konnte. Wie Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) gegenüber dem MDR erklärte, müsse das Aus der Modul-Produktion bei Solarwatt Konsequenzen haben. Deutschland und Europa müssten dem ruinösen Wettbewerb aus China endlich etwas entgegensetzen. H.M.





Gewinn bricht ein

Stuttgart – Der Autobauer Mercedes-Benz hat im im ersten Quartal 2024 bei schwächerem Absatz einen Gewinneinbruch erlitten. Wie das Unternehmen mitteilte, sank das Betriebsergebnis von Januar bis März um fast 30 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro. Der Pkw-Absatz sank um acht Prozent auf 463.000 Autos. Mit über 105.000 Fahrzeugen verkaufte Mercedes-Benz dagegen 6,6 Prozent mehr Vans. Gebremst wurde das Pkw-Geschäft von Mercedes-Benz durch Modellwechsel und Engpässe in der Lieferkette. Nach Angaben von Finanzchef Harald Wilhelm hat sich zudem vor allem in China die Nachfrage nach Luxusautos abgeschwächt. Für die kommenden Quartale sagt der Finanzchef einen steigenden Absatz voraus. Im vergangenen Jahr hat Mercedes-Benz laut einer Untersuchung der Wirtschaftsberatung EY so profitabel wie keiner seiner Konkurrenten gearbeitet. Demnach blieb von 100 Euro, die der Autobauer einnahm, ein operativer Gewinn von 12,80 Euro. H.M.