23.04.2026

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Folge 21-24 vom 24. Mai 2024 / Geschichte / Von großen Erfolgen verwöhnt

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 21-24 vom 24. Mai 2024

Geschichte
Von großen Erfolgen verwöhnt

Die Geschichte der Boeing Company begann im Jahre 1915, als der deutschstämmige Erfinder Wilhelm Eduard Böing, der sich ab 1900 William Edward Boeing nannte und über keinerlei technische Ausbildung verfügte, gemeinsam mit George Conrad Westervelt ein Wasserflugzeug namens B & W Seaplane baute. Im Juli 1916 gründete Boeing die in Seattle ansässige Pacific Aero Products Company, die er 1917 in Boeing Aeroplan Company umbenannte.

Diese produzierte zunächst Passagierflugzeuge, wobei die ab 1938 verfügbare viermotorige Boeing 307 Stratoliner die erste zivile Serienmaschine der Welt war, die eine Druckkabine besaß. Im Zweiten Weltkrieg stellte Boeing massenhaft Bomber her, darunter 12.731 B-17 Flying Fortress und 3898 B-29 Superfortress. Dazu kamen im Kalten Krieg die düsengetriebenen Modelle B-47 Stratojet und B-52 Stratofortress. Manche der B-52, die bis 1963 vom Band rollten, fliegen nach wie vor und sollen sogar noch in den 2050er Jahren bei der US-Luftwaffe Dienst tun.

Um die Reichweite der Bomber zu vergrößern, schuf Boeing das vierstrahlige Luftbetankungsflugzeug KC-135, das ab 1954 zum Langstreckenverkehrsflugzeug Boeing 707 weiterentwickelt wurde. Dieses revolutionierte zusammen mit der DC-8 des Konkurrenten Douglas die zivile Luftfahrt und leitete Boeings Aufstieg zum zeitweise größten Produzenten von Passagiermaschinen ein.

Die Erfolgsgeschichte des Konzerns setzte sich mit den Modellen B 727, B 747, B 757 und B 777 fort. Von der B 727 entstanden 1832 Exemplare und der „Jumbo-Jet“ B 747 wurde 1574-mal gebaut und von 90 Fluggesellschaften rund um die Welt erworben. Außerdem lieferte Boeing 1050 B 757 und 1729 B 777 aus. Noch gewinnbringender war indes die B 737 mit einer Stückzahl von 11.743 Exemplaren bis Ende April 2024 – allerdings erweisen sich die modifizierten Boeing 737 Max 8 und 9 nun als ausgesprochen problemträchtig, was dem Ruf des Konzerns enorm schadet. W.K.