19.04.2026

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Folge 21-24 vom 24. Mai 2024 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 21-24 vom 24. Mai 2024

Meldungen

Pipelinegas statt LNG

Brüssel – Wie aus Daten von Gas Infrastructure Europe (GIE) hervorgeht, haben die EU-Mitgliedsländer ihre Einfuhren von verflüssigtem Erdgas (LNG) aus Russland zwischen Januar und April im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent gesenkt. Gleichzeitig stiegen nach Angaben von GIE die Einfuhren von russischem Pipelinegas im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent. Da die Nord-Stream-Pipelines durch die Ostsee und die Jamal-Pipeline über Polen nicht in Betrieb sind, gelangt russisches Erdgas derzeit nur noch über die Druschba-Pipeline über ukrainisches Gebiet und die türkische Leitung Turkstream in die EU. Energieexperten rechnen damit, dass mit der Kündigung des Gastransitvertrages für die Druschba-Pipeline durch die Ukraine zum Ende des laufenden Jahres die Bedeutung von Turkstream zunehmen wird.H.M.




Mehr Geld gefordert

Wilhelmshaven – Der Unternehmensverbund Energy Hub Wilhelmshaven will die Jade-Weser-Region im Nordwesten Niedersachsens zu einem zentralen Standort der Wasserstoffwirtschaft entwickeln. Allerdings, so heißt es, sei der Einstieg in die Produktion von sogenanntem grünen Wassersstoff ohne eine stärkere Anschubfinanzierung gefährdet. Laut dem Verbund sind die bereits bestehenden Fördermittel „nicht geeignet, um die vielen in Planung befindlichen Elektrolyse- und Importprojekte zur Investitionsentscheidung zu bringen“. Benötigt werde eine Finanzierungshilfe in Höhe von 30 Milliarden Euro. Energy Hub Wilhelmshaven vereint insgesamt 50 Unternehmen und Institutionen, die eine Infrastruktur zum Import, zur Erzeugung, zur Speicherung und zum Transport von Wasserstoff aufbauen wollen. Das Konsortium beabsichtigt, einen Großteil des in Deutschland benötigten Wasserstoffs bereitzustellen.H.M.




Datenwolke über Berlin

Seattle/Potsdam – Der US-amerikanische Anbieter von Datenspeichern Amazon Web Services (AWS), eine Tochtergesellschaft des Internetriesen Amazon, plant massive Investitionen in der deutschen Hauptstadtregion. Allein in Brandenburg will AWS 

7,8 Milliarden Euro zwischen 2025 und 2040 in das Projekt „AWS European Sovereign Cloud“ investieren. An welchen Standorten in Brandenburg die für die Cloud-Dienste nötigen Rechenzentren errichtet werden, teilte das Unternehmen noch nicht mit. Durch die Investition von AWS können in der Region Berlin-Brandenburg rund 2800 Arbeitsplätze entstehen. Zu den Kunden des 2006 gegründeten Unternehmens Amazon Web Services gehören Internetfirmen wie Netflix und der Online-Speicherdienst Dropbox. Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach erklärte zu den Investitionsplänen von AWS, es sei für „unsere digitale Souveränität“ wichtig, dass Rechenleistungen vor Ort in Deutschland erbracht werden.H.M.