Familie Salter findet sich im Dezember 1990 in einer Scheune in Suffolk ein, um den 50. Geburtstag des Vaters Alec zu feiern. Mutter Charlie verschwindet auf dem Weg dorthin. Die vier jugendlichen Kinder sind erschüttert. Sie können sich nicht vorstellen, dass ihre Mutter sie verlassen hat. Ein paar Tage später wird die Leiche des befreundeten Nachbarn vom dessen eigenem Sohn im naheliegenden Fluss entdeckt. Die Kriminalpolizei freut sich über eine schnelle Lösung des Falls und geht davon aus, dass der Tote Charlie ermordet und aus Reue Selbstmord begangen hat.
30 Jahre später macht sich die Polizei mit neuen Hinweisen nochmals an die Aufklärung. Dabei geschehen Dinge, die nur mit dem Wissen des echten Täters geschehen können. Chief Inspector Maud O’Connor ist ihm auf der Spur.
Nicci Frenchs Roman „Blutsbande“ ist in drei Zeitphasen unterteilt. Die Entwicklung und Gefühle der Kinder werden gut geschildert. Ein spannender Krimi, den man ungern aus der Hand legt. Nicci French ist der zusammengesetzte Name des Schriftsteller-Ehepaars Nicci Gerrard und Sean French. Seit 20 Jahren schreiben sie mit viel Erfolg international verkaufte Thriller.
Nicci French: „Blutsbande“, Bertelsmann Verlag, München 2024, Taschenbuch, 480 Seiten, 17 Euro


