Berlin tat nichts
Berlin – Die im Auftrag des Ministeriums für Staatssicherheit der Volksrepublik China agierende Hackergruppe APT31 alias Zirconium hat mehr als ein Jahrzehnt lang westliche Politiker, Journalisten, Wissenschaftler und Unternehmer sowie 400 Abgeordnete ausspioniert, darunter die deutschen EU-Parlamentarier Reinhard Bütikofer (Grüne) und Engin Eroglu (Freie Wähler). Das FBI hatte die Bundesregierung bereits 2022 über den Cyberangriff informiert, ohne dass diese die Betroffenen davon in Kenntnis gesetzt oder weitere Maßnahmen ergriffen hätte. Publik wurde das Ganze, als die Festlandschina-kritische Inter-Parliamentary Alliance on China (IPAC) ein Auskunftsersuchen an das FBI stellte. Deshalb hat Bütikofer nun schwere Vorwürfe gegen die Bundesregierung erhoben. Andere Parlamentarier forderten eine EU-weite Untersuchung.W.K.
Empfehlungen zur Wahl
Frankfurt – Über dreißig deutsche Konzerne haben an ihre rund 1,7 Millionen Beschäftigten appelliert, bei der kommenden Europawahl ausschließlich für Parteien zu stimmen, welche für „Vielfalt, Offenheit und Toleranz eintreten“, um so ein wichtiges Zeichen „gegen Populismus und Extremismus“ zu setzen und „für unsere Werte einzustehen“. Das sei auch das beste Mittel, „zukünftigen Wohlstand und Sicherheit“ im geeinten Europa zu garantieren. Zu den gut dreißig Konzernen gehören die Allianz, BASF, Bayer, BMW, Bosch, die Deutsche Bahn, die Deutsche Bank, die DHL Group, Dussmann, E.ON, EnBW, Ford Deutschland, Henkel, Mercedes-Benz, Merck, Metro, RWE, Schaeffler, Siemens, ThyssenKrupp, Uniper, Volkswagen und Vonovia. In den Medien fand das Vorgehen der Konzerne mehrheitlich Zustimmung. So schrieb die „Frankfurter Allgemeine“, die „Werte-Allianz“ der Unternehmen sei „ein mutiger Schritt“.W.K.
E-Bike-Akku löst Brand aus
Berlin – Ein defekter Lithium-Ionen-Akku eines E-Bikes, der gerade an einer Steckdose geladen wurde, hat in der Nacht zum vorletzten Dienstag eine Wohnung im 12. Stock eines Studentenwohnheims im zum Berliner Bezirk Lichtenberg gehörenden Ortsteil Fennpfuhl in Brand gesetzt. Obwohl sich das Feuer schnell auf das gesamte Studentenappartement ausbreitete, konnten sich der Bewohner und seine Etagennachbarn rechtzeitig in Sicherheit bringen. Zur Brandbekämpfung waren über sechzig Feuerwehrleute im Einsatz. Sechs Personen mussten vor Ort von Rettungskräfte betreut werden. Die Wohnung ist komplett ausgebrannt und derzeit nicht mehr bewohnbar. Wie ein Sprecher der Feuerwehr erklärte, kommt es immer häufiger zu Bränden, die durch defekte oder überhitzte Akkus ausgelöst werden. Der Feuerwehrsprecher mahnte, Nutzer sollten solche Geräte niemals in der Wohnung aufladen, schon gar nicht nachts und ohne Aufsicht.H.M.


