Machtkampf um Luftabwehr
Warschau/Athen – In einem Brief an die EU-Kommission haben die Regierungschefs Polens und Griechenlands ein EU-Programm zum Aufbau eines neuen „Europäischen Luftverteidigungsschilds“ vorgeschlagen. Ursula von der Leyen deutete als Reaktion auf den Brief an, die Forderung unterstützen zu wollen, wenn sie eine zweite Amtszeit als Kommissionspräsidentin erhält. Die deutsche Bundesregierung reagierte auf den Vorschlag aus Warschau und Athen zurückhaltend. Eine stellvertretende Regierungssprecherin verwies auf die bereits existierende European Sky Shield Initiative (ESSI), an der mittlerweile 21 Staaten beteiligt sind. Initiiert worden ist dieses Projekt von Deutschland. Noch vor wenigen Wochen hatte Polens Regierungschef Donald Tusk angedeutet, dass sich Polen der deutsch-geführten Initiative anschließen könnte. Präsident Andrzej Duda hatte die ESSI dagegen als „deutsches Wirtschaftsprojekt“ kritisiert, dem sich Polen nicht anschließen dürfe. H.M.
Gesetz gegen Kunstfleisch
Tallahassee – Der US-Bundesstaat Florida hat die Produktion und den Verkauf von im Labor hergestelltem Fleisch verboten. Dies geschah durch die Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzentwurfs im Senat von Florida, in dem die Republikaner dominieren. Dabei kamen die Gegenstimmen ausschließlich von demokratischen Abgeordneten. Gouverneur Ronald DeSantis kommentierte das Votum mit den Worten: „Heute wehrt sich Florida gegen den Plan der globalen Elite, die Welt zu zwingen, Fleisch zu essen, das in einer Petrischale oder in Käfern gezüchtet wurde, um ihre autoritären Ziele zu erreichen. Unsere Regierung wird sich weiterhin darauf konzentrieren, in unsere lokalen Landwirte und Viehzüchter zu investieren, und wir werden unser Rindfleisch retten.“ Ähnliche Bestrebungen wie in Florida gibt es in den US-Bundesstaaten Arizona, Alabama und Tennessee. Darüber hinaus hat auch Italien kürzlich beschlossen, Kunstfleisch zu verbieten. W.K.
Sportler verklagt Pfizer
Paris – Der französische Profi-Fußballspieler François-Xavier Fumu Tamuzo, der zuletzt bei Stade Lavallois unter Vertrag stand, hat die Pharmaunternehmen Pfizer und BioNTech sowie den nationalen Fußballverband Fédération Française de Football (FFF) auf Schadensersatz und Schmerzensgeld verklagt. Seit seinen Corona-Impfungen leidet der 29-Jährige unter Knieschmerzen und degenerativen Erkrankungen der Sehnen, die ihn zwangen, seine Sportlerkarriere zu beenden. Tamuzo will von BioNTech/Pfizer wissen, wieso sein Körper nach der Impfung „aufhörte zu funktionieren“. Außerdem gab der Anwalt des Fußballers, Eric Lanzarone, dem FFF eine Mitschuld, weil der Verband die Spieler in der 1. und 2. Liga gezwungen habe, sich impfen zu lassen. Die erste gerichtliche Anhörung zu dem Fall soll am 3. Juli in Paris erfolgen.W.K.


