19.04.2026

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Folge 22-24 vom 31. Mai 2024 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 22-24 vom 31. Mai 2024

Meldungen

BASF: Tschüs, Ludwigshafen

Ludwigshafen – Der Chemiekonzern BASF will Teile seiner Produktion an seinem Hauptsitz Ludwigshafen stilllegen. Betroffen sind elf Produktionsanlagen, darunter auch relativ neue. Nach Angaben des Unternehmensvorstandes sind hohe Energiekosten, zunehmende Bürokratie und Überregulierung in Deutschland entscheidende Gründe für die mangelnde Rentabilität der Anlagen in Ludwigshafen. BASF erreichte mit einem Nettogewinn von 225 Millionen Euro im vergangenen Jahr nur rund drei Prozent des Nettogewinns von 2019 (8,4 Milliarden Euro). Der Vorstandsvorsitzende bis zur diesjährigen Hauptversammlung am 25. April, Martin Brudermüller, hatte im März erklärt, BASF mache überall in der Welt Gewinne, außer in Deutschland. „Der Standort Ludwigshafen macht 1,6 Milliarden Verlust“, so Brudermüller. Bereits im Februar hatte BASF angekündigt, in Ludwigshafen 2500 Stellen abbauen zu wollen.H.M.




Zentralbank für Bargeld

Stockholm – Schwedens Zentralbank SRB, die dem Europäischen System der Zentralbanken (ESZB) angehört, vertritt in ihrem unlängst veröffentlichten „Payments Report 2024“ die Ansicht, dass Bargeld eine unverzichtbare Rolle spiele, wenn es um sichere und allgemein nutzbare Zahlungssysteme gehe. Das ist insofern überraschend, als die SRB bislang ein Verfechter des bargeldlosen Zahlungsverkehrs war. Ihren Sinneswandel begründete die SRB mit der weltpolitischen Lage. Angesichts der Konfrontation des Westens mit Russland und China drohten Cyberangriffe und Störungen des Stromnetzes. Unter diesen Umständen könne man nicht auf Bargeld verzichten, das auch in Krisenzeiten Bezahlvorgänge ermögliche. Außerdem sei es unmöglich, allen Bürgern Zugang zu digitalen Zahlungsmitteln zu bieten. Mindestens zehn Prozent der Bevölkerung benötigten deshalb auch künftig Bargeld.W.K.




Sonntags nicht mehr offen

Schwerin – In Vorpommern dürfen Einkaufsmärkte in Grenznähe nicht mehr wie bisher an Sonntagen öffnen. Eine entsprechende Ausnahmeregelung ist durch die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern gestrichen worden. Ab 2007 durften Geschäfte in Orten, die maximal 15 Kilometer von einem Grenzübergang entfernt liegen, jeden Sonntag für fünf Stunden öffnen. Genutzt haben diese Regelung bislang Supermärkte in Löcknitz und Ueckermünde. Den Wegfall der Sonderregelung begründete das Wirtschaftsministerium in Schwerin mit einem inzwischen auch in Polen eingeführten Sonntagshandelsverbot. Gegenüber dem „Nordkurier“ kritisierte der Regionalbeauftragte des Unternehmerverbands Vorpommern, Norbert Raulin, den Wegfall der Öffnungsmöglichkeit als „Regelungswut des Staates“. Der Löcknitzer Bürgermeister Detlef Ebert rechnet durch den Wegfall der Ausnahmeregelung mit spürbar geringeren Gewerbesteuereinnahmen.H.M.