Die achtjährige Margaret ist aufgeweckt, aber auch bockig, besonders als ihre Mutter ein Baby bekommt und weniger Zeit für sie hat. Das neue Kindermädchen Lydia spricht Dinge aus, bei denen der strenggläubige Vater schockiert errötet. Er will Lydia retten und ihr Gott näherbringen. Die beiden Mädchen stromern am Strand entlang und verbringen die heißen Sommertage mit philosophischen Gedanken, die bei einem so jungen Mädchen ungewöhnlich sind.
Der Roman ‚„Mädchen auf dem Felsen“ beschreibt, meist aus der Sicht von Margaret, einen Sommer an der britischen Küste. Das Mädchen beobachtet das Verhalten der Erwachsenen und versucht, sie mit ihren Fragen zu provozieren oder zumindest durcheinanderzubringen. Die Erfolgsautorin Jane Gardam hat die Geschichte einfühlsam und ungewöhnlich geschrieben.
Jane Gardam: „Mädchen auf dem Felsen“, dtv, München 2024, Taschenbuch, 222 Seiten, 14 Euro


