21.04.2026

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Folge 23-24 vom 07. Juni 2024 / Kolumne / Dichtmachen!

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 23-24 vom 07. Juni 2024

Kolumne
Dichtmachen!
Theo Maass

Der antisemitische Vorfall an der Technischen Universität Berlin ist kein Einzelfall. Schlimmer noch war die Besetzung des Instituts für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität (HU) vom 22. und 23. Mai durch Sympathisanten der palästinensischen Kriegspartei im Nahen Osten. Dies geschah mit ausdrücklicher Duldung der Präsidentin Julia von Blumenthal. Die Aktivisten verwüsteten Teile der Uni. Zunächst erklärte Blumenthal, auf Anzeigen verzichten zu wollen. 

Wie inzwischen bekannt wurde, hatte die Polizei vor der Besetzung Kenntnis von der geplanten Aktion und die Präsidentin gewarnt. Zwar haben nun bürgerlich gesinnte Studenten eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen von Blumenthal gestellt, aber das dürfte zu nichts führen. 

In Leipzig, Frankfurt am Main, Berlin und anderswo wird der Nahostkonflikt auch an deutschen Hochschulen ausgetragen. Dabei werden Bundespolitiker nicht müde zu erklären, die Sicherheit Israels sei Staatsräson. Warum werden die entsprechenden Fakultäten nicht einfach geschlossen? Warum werden die Universitätsmitarbeiter – an der Spitze die Präsidenten – nicht aus dem Dienst entlassen?

Melody Sucharewicz, frühere außenpolitische Beraterin des israelischen Ministers Benny Gantz, kritisiert das Verhalten der Uni-Präsidentin scharf. Wie lange kann es sich die Bundesrepublik Deutschland noch leisten, Leute wie Julia von Blumenthal aus Steuereinnahmen ein Gehalt zu bezahlen? Der Sender rbb meldete am 23. Mai: „Der Lehrbetrieb im Sozialwissenschaftlichen Institut wird laut HU-Leitung am Donnerstag ruhen.“ Das sollte zum Dauerzustand werden. Forderungen nach einem akademischen und kulturellen Boykott Israels benötigen wir hier nicht – nicht an der HU, nicht in Berlin und nicht in Deutschland.