Berlin – In der deutschen Hauptstadt ist die Zahl von Vergewaltigungen, an denen mehrere Tatverdächtige beteiligt waren („Gruppenvergewaltigungen“), deutlich gestiegen. Wie aus einer Antwort der Senatsinnenverwaltung auf eine schriftliche Anfrage des Abgeordneten Marc Vallendar (AfD-Fraktion) hervorgeht, registrierte die Berliner Polizei vergangenes Jahr 111 Vergewaltigungsfälle mit mindestens zwei tatverdächtigen Personen – also im Schnitt etwa alle drei Tage ein Fall. Im Vorjahr hatte die Polizei 89 solcher Fälle erfasst. Gemäß der Polizeilichen Kriminalstatistik wurden im Zusammenhang mit solchen Vergewaltigungsfällen im Jahr 2023 insgesamt 106 tatverdächtige Personen registriert. Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger lag dabei laut der Kriminalstatistik bei 54 Prozent. Mit Bezug auf Vergewaltigungen durch mehrere Tatbeteiligte wies die Berliner Kriminalstatistik für 2023 drei Opfer im Alter von unter acht Jahren aus. H.M.


