Keine Batterien in der Lausitz
Jiangsu/Potsdam – Der chinesische Batteriehersteller SVOLT wird in Lauchhammer (Oberspreewald-Lausitz) kein Werk zur Herstellung von Batteriezellen errichten. Wie das Unternehmen mitteilte, habe es seine Standortstrategie neu bewertet. Hintergrund der Neubewertung ist laut SVOLT ein aktuell stark schwankender Automobilmarkt. Außerdem fehle nach wie vor Planungs- und Rechtssicherheit für die Errichtung von Produktionsstätten. Zudem werde ein umfangreiches Kundenprojekt nicht wie geplant realisiert, so das Unternehmen. Im Herbst 2022 hatte SVOLT angekündigt, in Lauchhammer die ehemaligen Liegenschaften des Windkraftherstellers Vestas umbauen und nutzen zu wollen. Vestas hatte 2022 nach 20 Jahren seine Produktion von Rotorblättern für Windkrafträder in Lauchhammer eingestellt. SVOLT wollte auf dem ehemaligen Vestas-Gelände langfristig bis zu 1000 Arbeitsplätze schaffen. H.M.
Akku-Fertigung wird gestoppt
Dresden – Nachdem Solarwatt bereits im April angekündigt hatte, die Fertigung von Solarmodulen in Dresden zu beenden, verkündete das Unternehmen Ende Mai auch das Aus für die Batterieproduktion in der Elbmetropole. Nach Angaben von Solarwatt wird die Fertigung von Batteriespeichern am Standort Dresden Ende des Jahres eingestellt. Ab kommendem Jahr wird das Dresdner Unternehmen sämtliche Module und Speicher ausschließlich in Asien fertigen lassen. Wie Detlef Neuhaus, der CEO von Solarwatt, erklärte, sei ein Weiterbetrieb in Deutschland über 2024 hinaus aus wirtschaftlichen Gründen auf absehbare Zeit leider nicht mehr möglich. Von der Schließung der Modul- und Speicherproduktion sind in Deutschland rund 170 der 750 Solarwatt-Mitarbeiter betroffen. Das Unternehmen will sich künftig auf Komplettlösungen, Energiemanagement und den Direktvertrieb seiner Solarprodukte konzentrieren. H.M.
Enttäuschende Studie
Düsseldorf – Seit der Corona-Krise und dem Ukrainekrieg leidet die deutsche Wirtschaft unter unterbrochenen und unsicheren Lieferketten. Dies führte zu der Hoffnung, dass deutsche Unternehmen ins Ausland verlagerte Produktion in nennenswertem Umfang wieder nach Deutschland zurückholen würden. Eine im Auftrag der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung erstellte Studie besagt indes, dass rund drei Viertel aller in die befragten Unternehmen rückverlagerten Leistungen vor dem Insourcing von Dienstleistern in Deutschland übernommen worden waren. Rund elf Prozent davon waren an externe Dienstleister auf dem eigenen Betriebsgelände ausgelagert, 31 Prozent in der Region und 32 Prozent außerhalb der Region, aber in Deutschland. Demgegenüber wurde nur ein Viertel der eingegliederten Leistungen zuvor aus dem Ausland bezogen.P.E.


