Wertschätzung für Kujat
Zu: „Gefahr einer schrittweisen Eskalation zu einem direkten militärischen Konflikt mit Russland“ (Nr. 22)
Wie bin ich vor einem Jahr auf die PAZ aufmerksam geworden? Es waren die Interviews, die der Chefredakteur René Nehring regelmäßig mit General a.D. Harald Kujat führte.
Durch die fundierten und nachvollziehbaren Aussagen des erfahrenen, ehemaligen Generalinspekteurs der Bundeswehr konnte man schon Ende August 2023 wissen, dass die große Offensive der ukrainischen Armee schrecklich und äußerst blutig, verlustreich gescheitert war. Bei ARD und ZDF sprach man aber noch Anfang Oktober von angeblich großen Erfolgen der ukrainischen Armee und Durchbrüchen durch die russischen Verteidigungslinien, die ganz unmittelbar bevorstünden.
Mein Vater (Jahrgang 1935) hörte nach den Bombennächten über Köln 1943/44 neben dem Reichsrundfunk immer auch den Schweizer Sender „Radio Beromünster“, was meine Oma immer in Angst versetzte, weil es ja laut Kriegsrecht verboten war. Was für meinen Vater damals im Krieg Radio Beromünster war, um an bessere Informationen zu kommen, ist für mich heute unter anderem die Preußische Allgemeine Zeitung.
Wie mein Vater (als neunjähriger Volksschüler) im Krieg damals, so habe auch ich im Krieg heute das große Vertrauen in die regierungsnahen Medien weitgehend verloren. Deshalb gilt mein besonderer Dank den Beiträgen und der Redaktion der PAZ, sowie Anerkennung und Wertschätzung für General a.D. Harald Kujat.
Ottfried Wallau, Siegburg
Alle waren begeistert
Zu: Ostpreußentreffen (Nr. 23)
Das Ostpreußentreffen war wieder sehr eindrucksvoll. Alles hatte gestimmt: der feierliche Fahneneinzug, die Ansprachen, die vielen interessanten Stände, das gut organisierte schmackhafte Essen, die charmant vorgeführten Volkstänze, der begeisternde Chor aus Memel sowie der heimatliche Beitrag des Moderators BernStein. Und überall Begegnung mit frohen, sich einander zugehörig fühlenden, lächelnden Gesichtern.
Wir waren mit sieben Frauen gekommen, darunter Nicht-Ostpreußinnen, die ganz begeistert waren. Danke allen Verantwortlichen und bis zum baldigen nächsten Treffen!
Rosemarie Sieglinde Winkler, Buchen
Dauerhafte Perspektive
Zu: Ostpreußentreffen (Nr. 23)
Auf dem diesjährigen Ostpreußentreffen konnte erneut ein eindrucksvolles Bekenntnis zu unserer alten Heimat abgelegt werden. Dass dies 80 Jahre nach Flucht und Vertreibung noch immer möglich ist, hat Dank und Anerkennung verdient, der all denjenigen gebührt, die zum Gelingen dieses Treffens der Landsmannschaft Ostpreußen beigetragen haben.
Für mich als Vertreter der Bekenntnisgeneration steht im Rückblick damit zugleich die Hoffnung, dass auch diese Großveranstaltungen unserer Landsmannschaft eine dauerhafte Perspektive haben und wir noch oft und zahlreich einen Einzug der Fahnenstaffel der ostpreußischen Heimatkreise im Anschluss an das Glockengeläut des Königsberger Doms erleben werden.
Dr. Martin Wormit, Berlin
AfD auf medialem Schafott
Zu: Die AfD zelebriert auf offener Bühne ihre Politikunfähigkeit (Nr. 22)
Schon die Überschrift erstaunt. Welche Bühne? Der AfD wird grundsätzlich keine Bühne geboten, und wenn, dann nur zum Talk sechs passend ausgewählter Gäste gegen einen AfDler. Eine zweite Gegenstimme gibt es nicht.
Die Bühne, die Sie meinen, ist ein mediales Schafott, auf welches die AfD gezerrt wird wegen einzelner Ereignisse, die mit Politikfähigkeit überhaupt nichts zu tun haben. Und überhaupt nichts mit den Problemen gemein haben, die uns auf einen Kurs zu einem „Dritte-Welt-Staat“ führen.
Eines ist klar: Die AfD will die EU fundamental neugestalten, und das schmeckt natürlich der italienischen Regierungschefin nicht, ebenso nicht Marine Le Pen, die sich gute Chancen auf eine Regierungsbeteiligung ausrechnet. Deutschland ist weitaus größter Nettozahler in die EU-Kasse, wenn Sie wollen, sogar mit „Bonuszuschlägen“. Wer will schon auf diese Gelder verzichten? Da hört selbst die Freundschaft unter „Glaubensbrüdern“ auf.
Ihr Artikel erweckt den Eindruck, dass wir es mit einer ganz normalen Regierung zu tun haben, die nur etwas Pech in ihrem Handeln hat. Nein, der deutschen Bevölkerung wird von linksgrünen Ideologen ein Kultur- und Existenzkampf aufgezwungen, der alle hergebrachten Werte zerstört. So soll mit dem beabsichtigten „Demokratiefördergesetz“ ein linker Autoritarismus etabliert werden, mit dem lästige Parteien wie die AfD, die eine Erneuerung der Demokratie nach Schweizer Modell fordert, verboten werden können.
Axel Schröder, Schönwalde-Glien
Eine einseitige Beurteilung?
Zu: Die AfD zelebriert auf offener Bühne ihre Politikunfähigkeit (Nr. 22)
Der Artikel zeigt mir, dass auch in ihrem Blatt eine einseitige Beurteilung der allgemeinen politischen Lage Einzug hält. So lange man die „Brandmauer“ aufrechterhält, wird der AfD keine Möglichkeit gegeben, ihre Fähigkeiten in der Praxis zu beweisen. Mit Ausgrenzung, Verleumdungen, Unwahrheiten und lächerlichen Anklagen wird von den anderen Parteien die einzige Oppositionspartei in Deutschland unmöglich gemacht.
Es ist beschämend, mit welchen Mitteln der politische Gegner vernichtet werden soll von Parteien, deren Affären zum Teil bis zum heutigen Tag nicht geklärt oder unter den Tisch gekehrt wurden. Gleichzeitig wird damit von den kriminellen Machenschaften anderer, führender Politiker in Deutschland und Europa abgelenkt und ins Vergessen gedrängt.
Unter diesen Gesichtspunkten ist eine Politikunfähigkeit wahrlich nicht nachzuweisen. Genau wie im Ukrainekrieg wird hier der allgemeinen staatlichen Meinung beigepflichtet, und kein Journalist wagt sich, eine andere Sicht auf die Geschehnisse zu werfen. Dieser Zustand ist mir aus der ehemaligen DDR sehr bekannt und gerade deshalb unakzeptabel.
Karl-Heinz Becker, Waldhufen
Nicht überall zu lesen
Zu: Mythos Kafka (Nr. 22) und: Leserforum (Nr. 22)
Es ist mir ein Bedürfnis, Ihnen zu sagen, wie gut mir die politischen Artikel auf den Seiten 1 bis 6 gefallen haben. Vor allem schätze ich sehr an Ihrer Zeitung, dass hier Informationen vermittelt und Meinungen geäußert werden, wie sie nicht überall zu lesen sind.
Beeindruckt hat mich auch der Artikel „Mythos Kafka“, der die interessante Odyssee und Bearbeitung von Kafkas Texten eindrücklich schildert.
Kritisch muss ich mich zu dem Leserbrief „Sumpf der Inkompetenz“ von Herrn Kristen äußern. Ich kann zwar verstehen, dass die Redaktion bei dem Abdrucken von Leserbriefen ein breites Spektrum darlegen will. Wenn aber vom „grün-roten Sumpf der Inkompetenz“, von „Massenverdummungen“, von „gleichgeschalteten Massenmedien“ und von einer „totalen Ideologisierung der Gesellschaft“ geredet wird, so ist das erschreckend und sollte nicht die Bühne einer seriösen Zeitung betreten dürfen.
Dr. Christian Tietze, Bremen
„Wie immer bin ich mit Ihrer Zeitung sehr zufrieden und freue mich wöchentlich auf die neue Ausgabe“
Dr. Martin Diestelhorst, Halle/Saale


