25.01.2026

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Folge 26-24 vom 28. Juni 2024 / Aufrüstung / Ausgaben fürs Militär steigen seit Jahren

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 26-24 vom 28. Juni 2024

Aufrüstung
Ausgaben fürs Militär steigen seit Jahren
MRK

In den vergangenen 20 Jahren sind die Militärausgaben Chinas kontinuierlich gestiegen, zuletzt wuchs der Verteidigungshaushalt um 7,2 Prozent. Schätzungen zufolge hat Peking im vergangenen Jahr knapp 300 Milliarden US-Dollar ins Militär investiert. Die Volksbefreiungsarmee ist die personell stärkste Armee der Welt. Laut „Global Firepower“ besitzt das Land das drittgrößte militärische Arsenal weltweit an Flugzeugträgern und Kernwaffen.

Schon 2017 hat China Interkontinentalraketen in der Grenzregion der nordöstlichen Provinz Heilongjiang unmittelbar an der russischen Grenze stationiert. Offiziell sind sie gegen die USA gerichtet, um deren Raketenschutzschild zu umgehen. Putins Pressesprecher Dmitrij Peskow betonte gegenüber besorgten Experten, dass der Kreml weder Chinas Stationierung seiner Interkontinentalraketen nahe der Grenze zu Russland noch den „militärischen Aufbau in China“ im Allgemeinen als Bedrohung ansehe, was Alexej Arbatow, Moskauer Experte für Internationale Beziehungen, keineswegs beruhigt. Er glaubt sogar, dass die Atommacht China in Bezug auf Mittel- und Kurzstreckenraketen das Potential der Vereinigten Staaten und Russlands bei Weitem übersteigt.

Neueste chinesische Raketen wurden auch in der Uigurischen Autonomen Region Xinjiang stationiert, von der aus sie problemlos auf Russland abgefeuert werden könnten. Die chinesischen Behörden teilten mit, dass sie mit der Stationierung neuer mobiler ballistischer Raketensysteme begonnen haben, die jeden Ort erreichen können. Das hat russische Kritiker alarmiert. Da die Reichweite der chinesischen taktischen Luftstreitkräfte den Abwurf von Atombomben in maximal 1400 bis 2000 Kilometern Entfernung ermögliche, könne man leicht erraten, dass sie hauptsächlich für den russischen Fernen Osten bestimmt seien. Schon 2009 fanden in Transbaikalien militärische Übungen statt, im Jahr 2015 am Grenzfluss Amur gegenüber Blagoweschtschensk.