25.01.2026

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Folge 26-24 vom 28. Juni 2024 / Kolumne / Jung, männlich

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 26-24 vom 28. Juni 2024

Kolumne
Jung, männlich
Vera Lengsfeld

Berlin kann sein Gewaltproblem nicht länger leugnen. Polizeipräsidentin Barbara Slowik musste gerade zugeben, dass die Tätergruppe, die der Hauptstadt am meisten zu schaffen macht, „jung, männlich und nicht-deutsch“ sei. Die Meldungen an den Tagen danach bestätigen diese Aussage. Im noblen Westen, genauer gesagt in Wilmersdorf, wurde ein verletzter Mann in einem Treppenhaus gefunden. Außer dass er jung und männlich war, wurde nichts zu seiner Identität gesagt. Aber Zeugenhinweise gab es, die zur Verhaftung des vermutlichen Täters – jung, männlich – in Bernau geführt haben. Der Verletzte starb wohl an einer Messerattacke, obwohl die Polizei das nur vermuten wollte. 

Es wird nach wie vor um den heißen Brei herumgeredet. Die Verhältnisse sind inzwischen so, dass es immer weniger gelingt, die einschlägigen Taten zu verschleiern. In Kreuzberg, am Cottbusser Tor, wurde ein Mann erstochen. Bei dem Toten handelt es sich um einen 26-jährigen Tunesier, der auf dem Bahnsteig der U8 aus einer Personengruppe heraus angegriffen und tödlich verletzt wurde. Vorher hätte es eine „milieutypische Auseinandersetzung“ unter sechs Männern gegeben. Der U-Bahnverkehr musste zeitweise eingestellt werden. 

Immer häufiger kommt es in 

U- und S-Bahn zu Meldungen, dass „wegen eines Polizeieinsatzes“ die Züge unregelmäßig verkehren würden oder ganz ausfielen. Die Kriminalität der Neuhinzugekommenen, wie man sie neuerdings nennen soll, beeinträchtigt inzwischen das Leben in der Stadt massiv. Wie um von dem nicht mehr zu leugnenden Problem abzulenken, gab es eine Meldung über einen „rassistischen Angriff“ auf einen afrikanischen Jungen, für den es bisher keine Beweise gibt. Was macht die Politik? Sie erklärt, in Berlin sei noch Platz und macht sich für die Aufnahme von mehr jungen Männern stark.