28.10.2026

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Folge 26-24 vom 28. Juni 2024 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 26-24 vom 28. Juni 2024

Meldungen

Umschichtung bei Volkswagen

Wolfsburg – Der Volkswagen-Konzern, der ursprünglich 180 Milliarden Euro für die Entwicklung neuer Elek­trofahrzeuge eingeplant hatte, will von dieser Summe laut dem Konzern-Finanzchef Arno Antlitz nun ein Drittel abzweigen, um „Verbrenner-Autos in Zukunft wettbewerbsfähig zu halten“. Bislang gehörte der Wolfsburger Automobilhersteller zu den vehementesten Verfechtern der Elektromobilität und ging noch vergangenes Jahr davon aus, dass im Jahr 2030 um die 80 Prozent aller Neuwagen in Europa einen elektrischen Antrieb besitzen. Allerdings verkaufen sich die Elektromodelle von Volkswagen derzeit immer schlechter, sodass bereits Produktionsunterbrechungen nötig waren und die Händler erhebliche Rabatte gewähren müssen, um die Wagen an den Mann zu bringen. Dennoch plädierte der Konzernchef Oliver Blume erst kürzlich wieder für die Beibehaltung des bereits beschlossenen Verbrenner-Verbotes ab 2035.W.K.




Vorwurf gegen Smartphones

Stockholm – Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) macht weniger die Schulschließungen während der Corona-Pandemie, denn eine übermäßige Nutzung von Smartphones für den Rückgang des Leistungsniveaus der Schüler in den PISA-Bildungsstudien verantwortlich. So sagte der Leiter des OECD-Direktorats für Bildung, Andreas Schleicher, der schwedischen Tageszeitung „Dagens Nyheter“: „Der Zusammenhang zwischen den Schulschließungen und dem Wissensverlust ist nicht so stark wie der Zusammenhang, den wir zwischen Smartphonenutzung der Schülerinnen und Schüler und den sinkenden Lernleistungen sehen.“ Aus diesem Grund haben Schweden und Dänemark dafür gesorgt, dass Schüler die Geräte in Bildungseinrichtungen nur noch stark eingeschränkt nutzen dürfen.W.K.




Von der NSA zu OpenAI 

San Francisco – Ex-General Paul Nakasone, bis Februar dieses Jahres Oberbefehlshaber des United States Cyber Command (USCYBERCOM) und Direktor des US-Geheimdienstes National Security Agency (NSA), ist diesen Monat in den Verwaltungsrat von OpenAI berufen worden. Das 2015 gegründete Software-Unternehmen mit Sitz in San Francisco befasst sich mit Künstlicher Intelligenz und hat das bekannte und vielgenutzte Sprachmodell ChatGPT entwickelt. Dass OpenAI mit einem ehemaligen hochrangigen Geheimdienstler kooperiert, begründet das Unternehmen mit dessen „Expertise“ auf dem Gebiet der Cybersicherheit. Dahingegen sagte der ehemalige NSA-Mitarbeiter und Whistleblower Edward Snowden zu der Personalentscheidung von 

OpenAI: „Sie haben ihre Masken vollständig fallen gelassen: Vertraut niemals OpenAI oder dessen Produkten (ChatGPT etc.) … Dies ist ein vorsätzlicher, kalkulierter Verrat an den Rechten jedes Menschen auf der Erde. Ihr seid gewarnt.“W.K.