Bayern
Vorsitzender: Christoph Stabe, Ringstraße 51a, App. 315, 85540 Haar, Tel.: (089)23147021 stabe@low-bayern.de, www.low-bayern.de
Sommer in Ostpreußen
Hof – Sonnabend, 13. Juli, 15 Uhr, Jahnheim: Treffen der Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen zum Thema „Sommer in Ostpreußen“. Gäste sind immer herzlich willkommen.
Agnes Miegel – Nur eine begnadete Balladendichterin?
Hof – Die Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen traf sich zu ihrer monatlichen Zusammenkunft im Jahnheim. Vorsitzender Christian Joachim begrüßte Mitglieder und Gäste und wünschte den Geburtstagskindern des letzten Monats viel Glück und Gesundheit.
Nach der Vorstellung des Prominenten des Monats „Manfred Schaefer“ durch Kulturwart Bernd Hüttner stimmte zweite Vorsitzende Jutta Starosta mit dem Gedicht „Es war ein Land“ die zahlreichen Besucher auf das Thema ein. Joachim begann seinen Vortrag mit der provokanten Frage, ob Agnes Miegel nur eine begnadete Balladendichterin oder doch eher ein Aushängeschild des Nationalismus war.
Miegel wurde 1879 in Königsberg geboren. Vom Vater erfuhr sie viel über die Geschichte ihrer Heimatstadt, die Mutter brachte ihr Volkslieder und Gedichte nahe. Erste Verse schrieb sie bereits als 15-Jährige, verbrannte diese aber wieder. Bereits 1896 erhielt sie für die Ballade „Elfkönig“ das erste Honorar. Schon damals dichtete sie mit ganz eigener Sprache und zeigte ihre Gedankenwelt. 1901 erschien im Klassikerverlag Cotta ihr erster Gedichtband. Nach verschiedenen Stationen, unter anderem als Erzieherin in England, einer Schwesternausbildung und abgebrochenen Ausbildungen, pflegte sie ihre Eltern bis zu deren Tod. Als nun 40-Jährige fand sie eine Anstellung bei der „Ostpreußischen Zeitung“. Durch ihre Arbeit dort schrieb sie nun auch Prosa und veröffentlichte große historische Erzählungen aus verschiedenen Epochen der ostpreußischen Geschichte. 1907 erschien ihr zweites Buch „Balladen und Lieder“. Zunehmend bekannter werdend, unternahm sie zahlreiche Leserreisen und erhielt bedeutende literarische Preise, zum Beispiel den Schiller-, Kleist- und Herde-Preis, sowie die Ehrendoktorwürde der Königsberger Universität und 1940 den Goethepreis der Stadt Frankfurt.
Sprache der Menschlichkeit
Ihre Themen kamen den neuen Machthabern 1933 sehr gelegen, glaubten diese doch, in Miegels Texten ihre Ideologie wiederzuerkennen. Aber in den Werken der Dichterin findet sich eine deutliche Sprache der Menschlichkeit, Toleranz und Verständigung als höchstes Lebensgesetz. Agnes Miegel liebte ihre Heimat. Die in dieser Zeit geschriebenen Gedichte sind vor allem emotional, nicht politisch zu verstehen. Schon 1940 waren in der Ballade „Nachtgespräch“ Vorahnungen betreffend der Flüchtlingsströme zu erkennen. Entsetzt hörte sie nach dem Krieg von den Gräueltaten der Nationalsozialisten. Sie litt schwer unter ihrem Irrtum Hitler betreffend. Ihr Entnazifizierungsurteil lautete ausdrücklich „unbelastet“.
Nach der Flucht 1945 aus dem zerstörten Königsberg und anderthalb Jahren in einem Lager in Dänemark fand sie mit ihrer Adoptivtochter Elise ihre Altersheimat im niedersächsischen Bad Nenndorf. Von ihren Landsleuten liebevoll „Mutter Ostpreußen“ genannt, schrieb sie Erzählungen und Märchen, die in alle Welt gelangten. Die Veröffentlichung des siebten Bandes ihrer „Gesammelten Werke“ erfolgte kurz nach ihrem Tod 1964. Fünf Jahre später gründeten alte Freunde die Agnes-Miegel-Gesellschaft, die es sich zum Ziel machte, ihr Gesamtwerk in seiner literarischen Qualität in den Mittelpunkt des Interesses zu rücken. Zum 10. Todestag der Dichterin wurde in ihrer Wohnung eine Gedenkstätte eröffnet. Auch im heutigen Königsberg ist Agnes Miegel unvergessen.
Joachim schloss seinen interessanten und ausführlichen Vortrag mit der Schilderung einer persönlichen Begegnung mit der Dichterin und deren Gedicht „Die Frauen von Nidden“. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch ein Frühlingsquiz von Starosta und einem humorvollen Gedicht, das Peter von Lossow vortrug.J. S.
Hessen
Stellv. Vorsitzender: Gerd-Helmut Schäfer, Rosenweg 28, 61381 Friedrichsdorf, Telefon (0170) 3086700
Grillfest Wetzlar – Sonnabend, 6. Juli, Gaststätte „Zum Matchball“, beim Tennisplatz, Im Bodenfeld: Grillfest.
Nordrhein-Westfalen
Lemke, Stellv. Vorsitzender: Joachim Mross, Schriftführerin: Dr. Bärbel Beutner , Geschäftsstelle: Buchenring 21, 59929 Brilon, Telefon (02964)1037, Fax (02964) 945459, E-Mail: Geschaeft@Ostpreussen-NRW.de, Internet: Ostpreussen-NRW.de
Sommerstammtisch
Bonn – Dienstag, 9. Juli, 18 Uhr, „Haus am Rhein“, Elsa-Bränd-ström-Straße 74: Sommerstammtisch, lockere Gespräche zu aktuellen Themen – insbesondere aus landsmannschaftlicher Sicht.
Schleswig-Holstein
Vorsitzender: Dieter Wenskat, Horstheider Weg 17, 25365 Offenseth- Sparrieshoop, Tel.: (04121) 85501, E-Mail: dieter.wenskat@gmx.de
Vereinigte Landsmannschaften Flensburg (VLM Fl) e.V.Flensburg – Mittwoch, 3. Juli, 16 Uhr, TSB-Heim: Grillen. Eine Anmeldung war erforderlich bei Frau Kunde unter Telefon (0461) 91170, oder per E-Mail: rehekunde@aol.com.
Gerdauen
Kreisvertreter: Walter Mogk, Am Eichengrund 1f, 39629 Bismark (Altmark), Tel. (0151) 12305377, E-Mail: kreisvertreter@kreis-gerdauen.de, Internet: www.kreis-gerdauen.de
Hauptkreistreffen
Bad Nenndorf – Wochenende, 5. und 6. Oktober, Hotel Esplanade, Bahnhofstraße 8: Hauptkreistreffen.
Eigentlich wollten wir diesmal einen Tagungsort in den mitteldeutschen Bundesländern wählen, um unseren Landsleuten dort einmal entgegenzukommen, denen die Anreise zu den Treffen sonst zu lang ist. Doch die passende Lokalität, die unseren Ansprüchen genügt und zudem noch finanzierbar ist, haben wir trotz intensiver Suche leider nicht gefunden. Deshalb wird das Hauptkreistreffen erneut in Bad Nenndorf stattfinden.
Die Räumlichkeiten im Hotel Esplanade sind bereits gebucht. Übernachtungsmöglichkeiten stehen dort auch noch ausreichend zur Verfügung. Unter dem Buchungsstichwort „Hauptkreistreffen Gerdauen“ können Doppelzimmer (130,– Euro) und Einzelzimmer (85,– Euro) mit Frühstück ab sofort reserviert werden. Bitte richten Sie ihre Anfragen an das Hotel Esplanade, Bahnhofstraße 8, 31542 Bad Nenndorf, Telefon (05723) 798110, E-Mail: kontakt@hotel-esplanade. Außerdem können Sie sich zwecks Vermittlung anderer Unterkünfte an die Tourist-Information Bad Nenndorf, Hauptstraße 4, 31542 Bad Nenndorf, Telefon (05723) 748560, E-Mail: tourist-info@badnenndorf.de, Internet: www.badnenndorf.de, wenden.
Wir würden uns sehr freuen, Sie in Bad Nenndorf begrüßen zu können. Das Programm des Treffens wird derzeit erarbeitet und rechtzeitig an dieser Stelle, in unserem Heimatbrief und auf unserer Internetseite unter www.kreis-gerdauen.de veröffentlicht.
Walter Mogk, Kreisvertreter
Lyck
Kreisvertreterin: Bärbel Wiesensee, Diesberg 6a, 41372 Niederkrüchten, Telefon (02163) 898313. Stellv. Kreisvertreter: Dieter Czudnochowski, Lärchenweg 23, 37079 Göttingen, Telefon (0551) 61665
Hauptkreistreffen
Hagen – Wochenende, 24. und 25. August, Hotel Mercure, Raum Berlin: Hauptkreistreffen mit folgendem Programm:
Sonnabend, 24. August, 11 bis 12.30 Uhr: Möglichkeit zur Besichtigung des Archivs, Elbersufer 20; 14 Uhr: Öffentliche Kreistagssitzung im Rathaus der Stadt Hagen, Rathausstraße 13; 17 Uhr: Kranzniederlegung an den Gedenksteinen im Stadtgarten Hagen; 17.30 Uhr: Öffnung der Räume im Hotel Mercure; 19 Uhr: Heimatabend im Raum Berlin, Hotel Mercure mit einem Bildvortrag von Professor Siegmund Fröhlich zum Thema „Reise durch das Land der Prußen“.
Sonntag, 25. August, 10 Uhr, Hotel Mercure: Öffnung der Veranstaltungsräume; die Kreisgemeinschaft Treuburg ist zu Gast; 11 Uhr: Feierstunde in den Räumen „Berlin“, „Siegen“ und „Köln“, bitte die Tischaufteilung beachten, 14 Uhr: Begrüßung und gemütliches Beisammensein im Hotel Mercure; 17 Uhr: Ausklang.
Diverse Heimatliteratur und Landkarten sind am Büchertisch erhältlich.
Memel-Stadt/Land
Kreisvertreter: Uwe Jurgsties, Kirschblütenstraße 13, 68542 Heddesnheim, Telefon (06203) 43229, Mobil: (0174)9508566, E-Mail: uwe.jurgsties@gmx.de.
Gst. für alle Memellandkreise: Uwe Jurgsties, Kirschblütenstraße 13, 68542 Heddesheim
Berlin – Donnerstag, 11. Juli, 13 Uhr, Rolandufer 6, Restaurant „Ännchen von Tharau“, nahe S- und U-Bahnstation Jannowitz-Brücke: Sommertreffen. Es erwarten Sie Berichte über die Ostpreußentreffen in Anklam und Wolfsburg, auf denen Memel stark vertreten war. Ferner aktuelle Berichte aus Memel.
Ich freue mich, wenn Sie wieder meiner Einladung zahlreich folgen können! Bitte versäumen Sie es nicht, sich aus organisatorischen Gründen rechtzeitig, spätestens eine Woche zuvor, bei mir anzumelden unter Telefon (030) 40100473, bitte auf den AB sprechen, oder per E-Mail: hjm.berlin@t-online.de
Hans-Jürgen Müller
Ortelsburg
Kreisvertreter: Marc Plessa, Hochstraße 1, 56357 Hainau,
Telefon (06772) 9699799, E-Mail: kontakt@kreisgemeinschaft-ortelsburg.de, Geschäftsführerin: Karola Kalinski, Meisenstraße 13, 45698 Gladbeck, Telefon (02043) 9824112, E-Mail: k.kalinski@kreisgemeinschaft-ortelsburg.de, Internet: www.kreisgemeinschaft-ortelsburg.de
Hauptkreistreffen und Wahl
Herne – Sonntag, 15. September, ab 9 Uhr geöffnet, Beginn um 11.30 Uhr, Kulturzentrum: Hauptkreistreffen.
In diesem Jahr finden satzungsgemäß die Wahlen zum Kreistag statt. Wer Interesse hat, sich als Vertreter oder Vertreterin eines Landbezirks, einer Stadt oder als sachkundiges Mitglied zur Wahl zu stellen, melde sich bitte beim 1. Vorsitzenden Marc Plessa per E-Mail: m.pless@kreisgemeinschaft-ortelsburg.de. Die Wahlzettel werden über den Heimatboten verteilt. Es besteht auch die Möglichkeit, auf dem Hauptkreistreffen zu wählen. Dieses findet wie gewohnt am dritten Sonntag im September statt.
Sensburg
Kreisvertreter: Klaus Schütz, Friedensstraße 14,42799 Leichlingen, Telefon (02175) 71886.
Alle Post an: Geschäftsstelle Kreisgemeinschaft Sensburg e.V., Stadtverwaltung Remscheid, 42849 Remscheid, Telefon (02191) 163718, Fax (02191) 163117, E-Mail: info@kreisgemeinschaft sensburg.de, Internet: www.kreis gemeinschaftsensburg.de
Remscheid – Sonntag, 14. Juli, 11 Uhr, m/k-Hotel, Bismarckstraße 39: Sensburger Kreistreffen. Wir heißen alle Gäste herzlich willkommen und freuen uns auf möglichst viele Teilnehmer. Die Feierstunden werden musikalisch begleitet und als Festredner wird Professor Dr. Günther Sokoll dabei sein.
Verein der Deutschen in Klaipėda
Besuch in Haren
Memel – Anfang Oktober 2023 empfing der Verein der Deutschen in Memel Vertreter des Heimatvereins Haren (Ems) e.V. und des Gymnasiums Haren im Simon-Dach-Haus. Im Hermann-Sudermann-Gymnasium erfolgten Gespräche über mögliche gemeinsame Projekt und über eine Partnerschaft zwischen den Vereinen und den Gymnasien. Leider konnte der Heimatverein Haren (Ems) eine Orchesterreise und ein Konzert in Memel im Herbst 2024 nicht realisieren, aber erste Schritte wurden unternommen. Der Heimatverein lud Mitte Juni die Folkloregruppe „Alka“ mit ihren 23 Mitgliedern zur Klassiknacht ein, einem der größten musikalischen Events in Haren. „Alka“ ist eine der ganz wenigen Folkloregruppen, die authentische Musik des Memellandes und im weiteren Sinne des Preußisch Litauens vorträgt. Memelländische Trachten, alte Musikinstrumente, Lieder, in denen Deutsch und Litauisch vermischt vorkommen, sind die Visitenkarte dieser Folkloregruppe, die im Ethnokulturzentrum der Stadt Memel beheimatet ist. Mit Rasa Miuller, Vorstand und Kulturmanagerin, war auch der Verein der Deutschen in Memel in Haren vertreten. Marta Einars und Asta Alminė hatten eine doppelte Mission, sie vertraten den deutschen Verein und zugleich das Hermann-Sudermann-Gymnasium.
Am 14. Juni besuchten der Verein das Gymnasium Haren, wo die Mitglieder herzlich empfangen wurden. Die Folkloregruppe hat ihr Programm sogar zweimal gezeigt, wobei die Schüler beim Reigen mitgetanzt haben und mehr über das Memelland erfahren konnten.
Der 15. Juni war der große Tag der Klassiknacht an der Mersmühle mit dem Auftritt von „Alka“. Ulrich Schepers, 1. Vorsitzender des Heimatvereins Haren (Ems), hat die Vertreter des Vereins der Deutschen in Memel als Ehrengäste dem Publikum vorgestellt. Der Abend mit den Auftritten von Akrobaten und irischen Tänzen war kurzweilig. Es freut uns auch, dass das Programm unserer Folkloregruppe mit großem Interesse von zahlreichem Publikum verfolgt wurde. Die volle Aufmerksamkeit galt dem Symphonieorchester und seinem vielfältigen Programm.
Nach dem Konzert kamen die Vertreter des deutschen Vereins aus Memel mit der stellvertretenden Bürgermeisterin, der Schuldirektorin, der stellvertretenden Vorsitzenden des Partnerschaften Forums Haren und anderen ins Gespräch. Eine Stadtführung durch Haren und eine Besichtigung der Orte Meppen, Landegge mit dem Schloss Dankern, Ter Apel in Holland, wobei die Kartbahn und die BattleKart Dankern besonderes Interesse fanden, gab es auch noch. Ohne Schepers‘ Bemühungen, dessen Vorfahren in Memel lebten und 1944 die Stadt verlassen mussten, wäre die Reise nicht zustande gekommen. Als Dank bekam Schepers den Schal, der die Verbindung zwischen dem Verein der Deutschen in Memel und dem Hermann-Sudermann-Gymnasium symbolisiert. Der Verein ist stolz darauf, dass Schepers ihn während der Klassiknacht getragen und seine Symbolik dem Publikum erklärt hat.
Im September wird der Gegenbesuch in Memel erwartet. Durch Ostpreußen werden 50 interessierte Bürger aus Haren und der Gymnasialchor mit 40 Schülern kommen. Der Chor aus Haren wird mit dem Chor des Hermann Sudermann Gymnasiums an einem gemeinsamen Programm proben und danach in der Franziskaner Kirche in Memel auftreten.
Der Verein freut sich auf die Gelegenheit, den Gästen aus Haren das schöne Memelland zu zeigen. Geplant ist, einen Partnerschaftsvertrag zwischen dem Verein der Deutschen in Memel und dem Heimatverein Haren (Ems) zu unterzeichnen. Eine feste und langjährige Partnerschaft zwischen den Vereinen und den Gymnasien wäre sehr wünschenswert. R. M.
Foto: Moderiert die authentische Folkloregruppe Alka an: Rasa Miuller, Vorstandsmitglied des Vereins der Deutschen in Memel

