Die Regierung Großbritanniens beabsichtigt laut einem Bericht von „achgut.com“, die Firma Global Disinformation Index (GDI) nicht mehr länger finanziell zu fördern. Der Grund für die Entscheidung sei, dass von GDI eine Bedrohung der Meinungsfreiheit ausgehe. Der Index war 2018 gegründet worden, um Internet-Beiträge auf die „Wahrscheinlichkeit von Desinformation“ hin zu untersuchen. Tatsächlich entwickelte sich das Portal „www.disinformationindex.org“ schnell zu einem Schauplatz, an dem aus Sicht des GDI politisch oder gesellschaftlich missliebige Webseiten an den Pranger gestellt wurden, mit dem Ziel, dass dort keine Werbung mehr geschaltet wird. Statt wie verkündet der Aufklärung zu dienen, wurde der GDI somit selbst zu einem Werkzeug der Desinformation. Außenminister Cameron erklärte, die Londoner Regierung werde sich auch weiterhin der Bekämpfung falscher Informationen im Internet widmen, doch stehe bei künftigen Kooperationen der Schutz der Meinungsfreiheit im Vordergrund. neh
Wort der Woche
„Deutschland ist nicht mehr das Deutschland, das unsere Großeltern und Eltern uns als Beispiel genannt haben“
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán in einem Interview mit dem Budapester Sender Kossuth Radio anlässlich seines Besuchs bei Bundeskanzler Olaf Scholz am 21. Juni in Berlin

